Hilfe und häufige Fragen
Antworten zu Bericht und Daten, zur Bestellung und Bezahlung, zu Formaten und Zustellung sowie zur Nutzung.
Stand: August 2026
Bericht und Daten
- Was genau bekomme ich?
- Einen PDF-Bericht, der für Ihren Standort und Zeitraum die amtlichen DWD-Wetterdaten Tag für Tag dokumentiert: Niederschlag, Tiefst- und Höchsttemperatur sowie - sofern die Station sie misst - Windböen und Schneehöhe, die Schlechtwettertage-Einstufung (A/B/C) sowie - sofern die Wetterstation dieses Mittel führt - die Abweichung vom langjährigen Mittel 1991 bis 2020. Beim Profi-Paket zusätzlich die stundengenaue Auswertung an Einstufungs-, Starkregen- und Sturm-Ereignistagen (Niederschlag, Temperatur und Windböen; Starkregen- und Sturmtage nur im jeweils gewählten Element, aus einer Nachbarstation ergänzte Tage nur mit Einstufung) sowie die Tagestabelle und - sofern die Station Stundenwerte liefert - die Stundenwerte der gewählten Elemente als CSV.
- Woher stammen die Daten?
- Ausschließlich vom Deutschen Wetterdienst (DWD): Stationsbeobachtungen, die amtliche Schlechtwettertage-Einstufung und - sofern die Station sie führt - die vieljährigen Mittelwerte 1991 bis 2020. Jede Quelle ist im Bericht ausgewiesen und über den DWD öffentlich nachprüfbar.
- Welche Orte und Zeiträume sind möglich?
- Standorte in Deutschland, ab 1996 bis vorgestern. Die Tageswerte des DWD stehen mit rund zwei Tagen Verzögerung bereit; deshalb ist vorgestern der jüngste dokumentierbare Tag. Für die jüngeren Monate hat der DWD oft erst formale oder automatische Prüfungen abgeschlossen - solche Tage kennzeichnet der Bericht als vorläufige DWD-Qualitätsstufe, weil sich die Werte bei der endgültigen Qualitätsprüfung des DWD noch geringfügig ändern können. Der Bericht nutzt die nächstgelegene Wetterstation mit ausreichender Datenabdeckung; Name und Entfernung werden ausgewiesen. Die kostenlose Vorschau zeigt vorab, welche Daten verfügbar sind.
- Welchen Zeitraum soll ich wählen?
- Das hängt vom Zweck ab. Für ein einzelnes Schadenereignis (Sturm, Hagel, Starkregen) wählen Sie den Schadentag und je einen Tag davor und danach - so ist auch ein Ereignis miterfasst, das sich über Mitternacht zog. Für eine Bauverzögerung nach VOB/B oder ein Heizkosten-Argument nehmen Sie den vollen Monat oder mehrere Monate, damit die Zahl der Behinderungstage bzw. die Abweichung vom langjährigen Mittel aussagekräftig ist. Bis 3 Monate genügt das Basis-Paket; für längere Zeiträume bis 12 Monate wählen Sie Profi. Die kostenlose Vorschau zeigt vorab, welche Daten für Ihren Zeitraum vorliegen.
- Was, wenn für meinen Zeitraum keine amtliche Einstufung vorliegt?
- Die amtliche Schlechtwettertage-Einstufung liegt nicht für jede Station und jeden Tag vor - etwa wenn der zuständigen Station für einen Tag Eingangswerte fehlen; zudem stufen viele Stationen nicht das ganze Jahr über ein. Für Tage ohne amtliche Einstufung kann der Bericht die Einstufung nach den amtlichen DWD-Kriterien aus den Tageswerten berechnen, klar als eigene Berechnung gekennzeichnet. Das amtliche Kriterium Niederschlag 7-14 Uhr MEZ ist aus Tageswerten nicht bestimmbar und bleibt dabei unberücksichtigt - insoweit fällt die eigene Einstufung konservativ aus: Tage, die allein dieses Kriterium eingestuft hätte, können fehlen; zusätzliche Tage entstehen daraus nicht. Der Neuschnee wird näherungsweise über die Zunahme der Schneedecke bestimmt und ist im Bericht als Näherung gekennzeichnet. Diese eigene Berechnung können Sie vor dem Kauf an- oder abwählen.
- Kann ich die eigene A/B/C-Berechnung an- oder abwählen?
- Ja. Vor dem Kauf legen Sie fest, ob der Bericht für Tage ohne amtliche DWD-Einstufung eine eigene Einstufung nach den amtlichen Kriterien berechnen soll. Mit Haken enthält der Bericht diese eigene Berechnung, klar als solche gekennzeichnet. Ohne Haken zeigt der Bericht ausschließlich die amtliche Einstufung; Tage ohne amtliche Einstufung bleiben dann ohne A/B/C-Wertung. Die gemessenen Tageswerte (Niederschlag, Temperatur, Wind, Schnee) sind in beiden Fällen vollständig enthalten.
- Gilt der Stationswert genau für meinen Standort?
- Stationsdaten gelten für den Ort der Messstation, nicht metergenau für Ihren Zielort. Zwei Punkte sind dabei wichtig: Kleinräumige Ereignisse wie lokale Starkregenzellen oder Gewitterböen können am Zielort abweichen; und die Höhenlage zählt - liegt die Station deutlich höher oder tiefer als Ihre Adresse (Bergstation gegenüber Tallage), weichen vor allem die Temperaturen ab, im Mittel rund 0,65 Grad je 100 Höhenmeter. In der Stationsauswahl wird zu jeder Station die Höhe über NN angezeigt, sodass Sie bei einer Tal-Adresse bewusst eine tiefer gelegene Station statt einer Bergstation wählen können. Der Bericht nennt die Station, ihre Entfernung und ihre Höhe transparent.
- Kann ich selbst wählen, welche Wetterstation verwendet wird?
- Ja. Standardmäßig nutzt der Bericht die nächstgelegene Station mit ausreichender Datenabdeckung. In der kostenlosen Vorschau können Sie unter "Andere Wetterstation wählen" eine andere nahe Station auswählen - jeweils mit Entfernung, Höhe über NN und Messwert-Abdeckung. Achten Sie auf die Höhenlage: Eine Station auf ähnlicher Höhe wie Ihre Adresse ist repräsentativer (etwa eine Station im Tal statt auf dem Berg). Die gewählte Station wird im Bericht ausgewiesen.
- Was passiert mit einzelnen Tagen, an denen meine Station keinen Messwert hat?
- Fehlt an der gewählten Station für einzelne Tage ein Messwert, erscheinen diese Tage im Bericht als "k.A." und fließen in keine Kennzahl ein. Im Profi-Paket können Sie zusätzlich die Option "Fehlende Tage aus Nachbarstation ergänzen" wählen: Der Bericht sucht dann eine geeignete Nachbarstation - nah gelegen (bis 30 km) und mit vergleichbarer Höhenlage (bis 300 Meter Unterschied) - die den betreffenden Tag selbst gemessen hat. Der Niederschlag wird unverändert übernommen. Die Temperatur wird in der Voreinstellung näherungsweise umgerechnet und ist ausdrücklich ein Schätzwert, keine Messung: Grundlage ist der mittlere atmosphärische Höhengradient von 0,65 Grad je 100 Höhenmeter (ein Ort in größerer Höhe ist im Mittel kühler) nach der Formel Temperatur(Hauptstation) = Temperatur(Nachbarstation) minus 0,65 Grad mal (Höhe Hauptstation minus Höhe Nachbarstation) geteilt durch 100 Meter. Da die tatsächliche Temperaturabnahme mit der Höhe schwankt (etwa bei Inversionswetterlagen oder lokaler Kaltluft), kann der wahre Wert abweichen; die ergänzte Temperatur ist deshalb mit Vorsicht zu verwenden und nicht als verlässlicher Messwert zu verstehen. Wind und Schnee werden nicht ergänzt. Ergänzte Tage sind in der Tabelle mit "*" markiert und unter der Tabelle mit Station, Entfernung, Höhendifferenz und - bei Höhenkorrektur - der angewandten Temperaturkorrektur aufgeführt; ergänzte Werte fließen bewusst nicht in die Kennzahlen ein. Findet sich keine geeignete Station, bleibt der Tag als "k.A." dokumentiert - es werden keine Werte erfunden. Optional können Sie die Nachbarstation auch selbst wählen (die 30-km-Grenze gilt dann weiterhin, die Höhenlagen-Grenze nicht) und die Temperatur auf Wunsch stattdessen unverändert ohne Höhenkorrektur übernehmen lassen; beides weist der Bericht entsprechend aus.
- Was zeigen die Vergleichsstationen im Bericht?
- Basis- und Profi-Bericht stellen neben der Hauptstation weitere nahe DWD-Stationen im selben Zeitraum gegenüber (Basis 1, Profi bis zu 3 - sofern im Umkreis geeignete Stationen verfügbar sind). So lässt sich einordnen, ob die dokumentierte Witterung ein stationsspezifischer Sondereffekt war oder in der Region einheitlich auftrat. Die Tabelle zeigt je Station Entfernung, Tage mit Einstufung (A/B/C), Niederschlagstage, Frosttage, Sturmböen-Tage, Niederschlagssumme und Datenabdeckung; die Hauptstation Ihres Berichts steht als erste, hervorgehobene Zeile zum direkten Vergleich. Misst eine Station eine Größe nicht, steht dort "k.A." - nie ein falscher Nullwert.
- Zeigt der Bericht auch den stundengenauen Wetterverlauf (Regen, Temperatur, Wind)?
- Ja, im Profi-Paket. Den Umfang legen Sie vor dem Kauf selbst fest. Voreinstellung ist "Alle Ereignistage": Für jeden Einstufungstag (A/B/C) sowie für jeden Starkregen- und Sturm-Ereignistag - diese beiden jeweils nur im gewählten Element - dokumentiert der Bericht dann den stündlichen Verlauf aus den DWD-Stundenwerten, jeweils mit allen von Ihnen gewählten Elementen; ein Tag, dessen Werte aus einer Nachbarstation ergänzt wurden, zählt dabei nur mit Einstufung. Wählen Sie stattdessen "Kompakte Auswahl", stellt der Bericht höchstens 10 Ereignistage stundengenau dar - gereiht nach amtlicher Einstufung, Zahl der betroffenen Elemente und Datum -, davon die 3 höchstgereihten mit allen gewählten Elementen und die übrigen in kompakter Darstellung mit dem für den jeweiligen Tag maßgeblichen Element; der Bericht führt diese Höchstzahlen in seiner Auswahlregel auf. Dabei kann auch ein Tag mit erreichter amtlicher Warnschwelle außerhalb der Auswahl liegen. Die übrigen Ereignistage nennt der Bericht und dokumentiert sie mit allen Tageswerten in der Tagestabelle sowie, sofern die Station für sie Stundenwerte liefert, im Stundenverlauf der CSV-Datei. Dokumentiert werden wahlweise Niederschlag, Temperatur und Windböen (jedes Element einzeln an- oder abwählbar; welche Elemente vorausgewählt sind, richtet sich nach dem gewählten Zweck - ohne besondere Zweck-Auswahl sind alle drei aktiv): Niederschlag mit Regenfenster, Spitzenintensität und erreichter amtlicher Starkregen-Warnschwelle (markant ab 15 mm/1 h oder 20 mm/6 h, Unwetter ab 25/35, extrem über 40/60); Temperatur mit Tagesverlauf und den Stunden unter 0 °C (Frost); Windböen mit der Spitzenböe je Stunde und den Stunden mit Sturmböen (ab Windstärke 8). Erreicht ein Wert eine amtliche Schwelle, entspricht die Intensität der jeweiligen Stufe - das ist eine Einordnung der Messwerte und keine Aussage darüber, ob der DWD tatsächlich eine Warnung ausgegeben hat. Misst die Station zusätzlich 5-Minuten-Niederschlag, weist der Bericht die stärkste 5-Minuten-Spitze des Tages aus: Sie zeigt, wie hart der Regen kurzzeitig ausfiel - was eine Stundensumme wegmittelt. Die Uhrzeit bezeichnet dabei das Ende des Messintervalls; ausgewiesen wird die Spitze ab 0,5 mm - führt die Station diese Messung nicht oder blieb die stärkste Spitze des Tages darunter, entfällt die Angabe. Im PDF steht je dargestelltem Ereignistag ein kompakter Stundenverlauf; die komplette Stunde-für-Stunde-Reihe aller gemessenen Stunden des Zeitraums liegt der CSV-Datei bei. Schnee wird vom DWD nur als Tageswert (morgendliche Schneehöhe) erfasst und steht in der Tagestabelle. Nicht jede Station liefert alle Stundenwerte; bei der Stationsauswahl ist angegeben, welche Station Stundenwerte hat, und fehlt eine Auflösung, wird das im Bericht vermerkt. Die Tageswerte samt A/B/C-Einstufung bleiben davon unberührt.
- Kann ich schnell das Wetter an einem einzelnen Tag nachschlagen?
- Ja. Unter "Wetterrückblick" rufen Sie kostenlos und ohne Konto für einen einzelnen Tag und Ort in Deutschland die wichtigsten amtlichen DWD-Werte ab (Höchst- und Tiefsttemperatur, Niederschlag, Schneehöhe und - sofern die Station Wind misst - die stärkste Windböe). Das ist eine schnelle Einzelabfrage zum Nachschlagen; für einen belastbaren, dokumentierten Nachweis über einen ganzen Zeitraum mit Einstufung, Abweichung vom Mittel (sofern die Station es führt) und Echtheitsprüfung erstellen Sie einen PDF-Bericht.
- Kann ich den Bericht für Heizkosten und Nebenkosten nutzen?
- Ja, sofern die Station die Tagesmitteltemperatur führt. Der Bericht kann die Heizgradtage (Gradtagzahl G20/15) dann je Monat und als Summe ausweisen; fehlt diese Messreihe im Zeitraum, weist der Bericht die Energie-Auswertung ausdrücklich als nicht enthalten aus. Beim Zweck "Energie - Heizkosten / Verbrauchsvergleich" ist dieser Energie-Abschnitt vorausgewählt; bei jedem anderen Zweck (auch "Allgemein") ist er nicht vorausgewählt, lässt sich in der Zusammenstellung aber einzeln zuwählen. Die Gradtage sind eine übliche Grundlage, um einen Heizenergieverbrauch witterungsbereinigt zu vergleichen - etwa den Vergleich mit der Vorperiode, den die Heizkostenverordnung seit Ende 2021 bei verbrauchsabhängiger Abrechnung (tatsächlicher Verbrauch bzw. Ablesewerte von Heizkostenverteilern) auf der jährlichen Abrechnung vorsieht (§ 6a Abs. 3 Nr. 5 HeizkostenV); ein bestimmtes Verfahren schreibt die Verordnung nicht vor, sie verlangt aber ein Verfahren nach den anerkannten Regeln der Technik (§ 6a Abs. 3 Satz 3 HeizkostenV), und für die im Bundesanzeiger bekannt gemachten Vereinfachungen wird deren Einhaltung vermutet (Satz 4). Der Bericht stellt die Daten bereit; die Witterungsbereinigung und die Prüfung einer konkreten Abrechnung nehmen Sie oder Ihr Berater selbst vor. Er ist eine Datendokumentation und keine Energieberatung.
- Kann ich ein Aktenzeichen oder einen eigenen Bezug angeben?
- Ja. Vor dem Kauf können Sie ein Aktenzeichen oder einen eigenen Bezug eingeben. Dieser erscheint dann auf dem Bericht - im Titelblock und in der Fußzeile jeder Seite -, sodass Sie den Bericht direkt einem Vorgang, Mandat oder Schadenfall zuordnen können. Das Feld ist optional und bleibt leer, wenn Sie nichts eintragen.
- Was bewirkt die Zweck-Auswahl beim Erstellen des Berichts?
- Im ersten Schritt des Assistenten können Sie angeben, wofür Sie den Bericht brauchen (z. B. Versicherung Starkregen, Versicherung Sturm, Bau/VOB). Die Auswahl wirkt auf zwei Arten. Zwei zweckbezogene Abschnitte wählt sie vorab aus oder ab: die Heizgradtage sind nur beim Zweck "Energie - Heizkosten / Verbrauchsvergleich" vorausgewählt, die KOSTRA-Einordnung bei Starkregen, Bau (VOB) und Allgemein - beide lassen sich in der Zusammenstellung für jeden Zweck einzeln zu- oder abwählen. Die übrigen Bausteine (etwa die stundengenaue Auswertung und ihre Elemente) stellt die Auswahl passend voreinstellend zusammen; auch sie bleiben vor dem Kauf einzeln an- und abwählbar. Zudem richtet sich nach Zweck und gewählten Elementen, welche Überblicksgrafiken der Bericht zeichnet: Niederschlag und Temperatur immer, sofern gemessen; eine Windgrafik beim Zweck Sturm oder gewähltem Stundenelement Wind; eine Schneegrafik beim Zweck Schneelast. Der Zweck wird im Bericht als "bei der Bestellung angegebener Zweck" ausgewiesen, ändert keine Messwerte, fügt keine kostenpflichtigen Optionen automatisch hinzu und ist keine inhaltliche Bewertung. Ohne eigene Auswahl gilt der voreingestellte Zweck "Allgemein": Ab dem Basis-Paket ist dann die KOSTRA-Einordnung vorausgewählt (der Gratis-Bericht enthält sie nicht), die Heizgradtage sind nicht vorausgewählt.
- Was ist die "Zusammenstellung dieses Berichts" am Ende des PDF?
- Ein kurzer Abschnitt am Ende jedes Berichts, der festhält, woraus der Bericht zusammengestellt wurde: der angegebene Zweck (als Bestellangabe gekennzeichnet), die Form der Tagestabelle (vollständig, kompakt oder Monatswerte - die verdichteten Formen sind im Profi-Bericht bei Zeiträumen über 3 Monate wählbar), Umfang und Auswahlregel der stundengenauen Auswertung (alle Ereignistage oder eine kompakte Auswahl) sowie enthaltene Zusatzbausteine wie die KOSTRA-Einordnung oder die Radar-Detailauswertung. So ist für jeden Empfänger nachvollziehbar, was der Bericht enthält und warum - und die Echtheitsprüfung deckt damit nicht nur die Werte, sondern auch die Zusammenstellung ab.
Ratgeber: Heizkosten witterungsbereinigt vergleichen
Offizielle Quelle: Deutscher Wetterdienst - Gradtage
Radar-Detailauswertung
- Was ist die Radar-Detailauswertung?
- Eine kostenpflichtige Zusatzoption zu Basis und Profi (Aufpreis 20 Euro; Basis mit Radar 39 Euro, Profi mit Radar 69 Euro). Für bis zu 3 selbst gewählte Radar-Detailtage (im Profi-Bericht bis zu 5) werten wir die amtlichen 1-km-Radar-Niederschlagsdaten des DWD (RADOLAN) für die 1-km-Rasterzelle Ihrer Adresse aus - eine flächenbezogene Schätzung, keine Punktmessung am Grundstück: den stündlichen Niederschlagsverlauf dieser Rasterzelle, den Vergleich mit der nächstgelegenen DWD-Station (sofern diese für den Tag Stundenwerte liefert) und ein Radarbild des Niederschlagsfelds rund um die Adresse. Die Radarbilder können Sie nach dem Kauf zusätzlich als Bilddateien in einem ZIP-Paket herunterladen. Preise und Kombinationen sind auch auf der Preisseite aufgeführt.
- Für welche Zeiträume gibt es die Radardaten?
- Diese automatisierte Radar-Auswertung deckt den gesamten Zeitraum ab, für den der Deutsche Wetterdienst seine stündlichen Radar-Niederschlagsdaten (RADOLAN RW) veröffentlicht: ab Juni 2005 bis vorgestern. Tage der letzten rund 18 Monate stammen aus den einzeln abrufbaren Stundendateien des DWD, ältere Tage aus dessen Monatsarchiven; für Tage aus dem Archiv dauert die Erstellung des Berichts entsprechend länger. Der jüngste Jahrgang kann kurzzeitig nicht abrufbar sein, solange der DWD ihn in sein Archiv überführt. Ist ein gewählter Tag nicht abrufbar, kommt dafür kein Kauf zustande. Die Monatsarchive sind dieselbe amtliche Datengrundlage, nur anders ausgeliefert: Für Archivtage dauert die Erstellung einige Minuten länger, weil dafür das jeweilige Monatspaket beim DWD abgerufen und der gewählte Tag daraus entpackt wird.
- Was zeigen die Radarbilder und was bedeuten die Kästchen?
- Einen Ausschnitt des Niederschlagsfelds rund um Ihre Adresse (Norden oben). Jedes Kästchen ist eine 1 km x 1 km große Rasterzelle; seine Farbe zeigt die vom DWD geschätzte Niederschlagsmenge dieser Zelle in der jeweiligen Stunde (radarbasiert, an über tausend Bodenstationen kalibriert) - eine flächenbezogene Schätzung, keine Punktmessung. Ein offener roter Kreis markiert Ihre Adresse (offen, damit die Zelle darunter sichtbar bleibt); ein dunkles Quadrat markiert die Vergleichsstation, sofern sie im Ausschnitt liegt. Pro Radar-Detailtag erhalten Sie ein Übersichtsbild der intensivsten Stunde und zusätzlich ein Bild je verfügbarer Stunde des Tages - in der Regel alle; fehlt eine Stunde im DWD-Datenbestand, weist der Bericht das aus.
- Kann das Radar wirklich die Regenmenge je Kästchen (1 km) angeben?
- Ja - das amtliche RADOLAN-Produkt des DWD liefert genau dies: für jede 1-km-Rasterzelle einen stündlichen Niederschlagswert. Das Radar misst dabei nicht direkt am Boden, sondern die von Regentropfen reflektierten Signale; der DWD eicht diese Werte laufend an über tausend Bodenmessstationen an (RADOLAN-Verfahren). Der Wert je Kästchen ist also die beste verfügbare flächige 1-km-Schätzung für diese Zelle, nicht eine Punktmessung genau am Grundstück. Kurze, sehr kleinräumige Regenspitzen können im Stundenwert unterschätzt werden.
- Wie genau ist der Radarwert für mein Grundstück?
- Es ist die beste verfügbare flächige 1-km-Schätzung (operationelles DWD-Produkt RADOLAN RW) für die Zelle, in der Ihre Adresse liegt - keine Punktmessung genau am Grundstück. Die Auswertung dokumentiert den Niederschlag; ob ein versichertes Ereignis wie eine Überschwemmung auf dem Grundstück vorlag, hängt vom Einzelfall ab - ergänzende Nachweise wie Fotos sind sinnvoll. Für Hagel ist Radar nicht geeignet, und bei Wind- oder Sturmschäden ist die nächste Station der übliche Bezugspunkt.
Monatliche Zusatzauswertungen: Bodenfeuchte und Globalstrahlung
- Was sind die monatlichen Zusatzauswertungen?
- Zwei unabhängig wählbare Bestandteile des Profi-Berichts: die Bodenfeuchte je Monat und die Globalstrahlung je Monat, jeweils als Monatswerte für die 1-km-Rasterzelle Ihrer Adresse aus den amtlichen Rasterdatensätzen des DWD. Beide kosten nichts extra - der Profi-Bericht kostet mit ihnen so viel wie ohne sie. Sie wählen im Formular, ob Sie sie möchten; voreingestellt ist nur die Bodenfeuchte beim Zweck "Landwirtschaft / Garten" - auch dort können Sie sie abwählen. Im Basis-Bericht werden sie nicht angeboten. Beide sind von der Radar-Detailauswertung unabhängig und enthalten keine Radardaten.
- Sind Bodenfeuchte und Globalstrahlung Messwerte an meiner Adresse?
- Nein. Beide sind modellierte Rasterwerte des DWD - flächige Schätzwerte für die Rasterzelle, in der Ihre Adresse liegt, keine Messung an einem Gerät auf dem Grundstück. Der Bericht kennzeichnet sie entsprechend als Schätzwerte und nennt die Datengrundlage. Für Fragen der Trockenheit (etwa Bewässerung, Garten- und Landwirtschaft) und für die Einordnung von Solarerträgen sind sie der flächendeckende amtliche Referenzdatensatz des DWD.
- Für welche Zeiträume und Orte gibt es die Zusatzauswertungen?
- Die kostenlose Vorschau prüft die Verfügbarkeit für Ihre Adresse und Ihren Zeitraum, bevor Sie sich entscheiden: Sie sehen dort je Monat, ob Werte vorliegen. Monate ohne Werte werden im Bericht als "k.A." ausgewiesen und nie als 0 dargestellt.
Bestellung und Bezahlung
- Was kostet der Bericht?
- Einmalig 19 Euro (Basis, bis 3 Monate, mit 1 Vergleichsstation sofern verfügbar) oder 49 Euro (Profi, bis 12 Monate, bis zu 3 Vergleichsstationen, stundengenaue Auswertung von Niederschlag, Temperatur und Wind sowie CSV). Es sind Endpreise inkl. MwSt., kein Abo, keine Folgekosten.
- Welches Paket brauche ich - Basis, Profi oder Radar?
- Basis (19 Euro) genügt für einen Nachweis über einen kürzeren Zeitraum (bis 3 Monate) mit Tageswerten, amtlicher A/B/C-Einstufung und einer Vergleichsstation (sofern verfügbar). Profi (49 Euro) nehmen Sie für längere Zeiträume (bis 12 Monate), die stundengenaue Dokumentation von Starkregen, Frost und Sturm, die CSV-Datei, bis zu 3 Vergleichsstationen und die Ergänzung fehlender Tage aus einer Nachbarstation. Die Radar-Detailauswertung ist eine Zusatzoption zu beiden Paketen: für bis zu 3 selbst gewählte Radar-Detailtage der 1-km-Radar-Niederschlag als flächenbezogene Schätzung für die Rasterzelle Ihrer Adresse, im Profi-Bericht für bis zu 5 Tage - sinnvoll vor allem bei lokalem Starkregen und Überschwemmung.
- Gibt es einen kostenlosen Bericht?
- Ja. Sie können einen Gratis-Bericht für einen Zeitraum von bis zu 7 Tagen erstellen - kostenlos und ohne Konto. Er trägt ein Wasserzeichen und enthält keine Vergleichsstation; er eignet sich zum Ausprobieren. Für einen Nachweis ohne Wasserzeichen und für längere Zeiträume wählen Sie das Basis- oder Profi-Paket.
- Wer ist mein Vertragspartner beim Kauf?
- Verkäufer und Zahlungsabwickler ist Digistore24. Digistore24 übernimmt Zahlung, Rechnung, Umsatzsteuer und die Widerrufsabwicklung und sendet Ihnen die Bestellbestätigung mit Rechnung. WetterNachweis erstellt und liefert den Bericht.
- Wie erhalte ich meine Rechnung? Geht sie auf den Firmennamen?
- Die Rechnung stellt Digistore24 aus und sendet sie Ihnen per E-Mail. Sie ist eine ordnungsgemäße Rechnung mit ausgewiesener Umsatzsteuer und damit für Buchhaltung und Vorsteuerabzug verwendbar. Im Bestellvorgang von Digistore24 können Sie Ihren Firmennamen und, sofern vorhanden, die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer angeben, sodass die Rechnung auf Ihr Unternehmen läuft. Bei Fragen zur Rechnung wenden Sie sich bitte an Digistore24.
- Kann ich widerrufen?
- Ja. Als Verbraucherin oder Verbraucher haben Sie ein 14-tägiges Widerrufsrecht ab Kauf; die Widerrufsabwicklung läuft über Digistore24 als Verkäufer. Nach dem Widerrufsmodell von Digistore24 bleibt Ihnen das Recht die vollen 14 Tage erhalten, auch nachdem der Bericht bereitgestellt wurde. Bei einem Widerruf mit Erstattung wird der Bericht storniert und ist nicht mehr gültig (die Echtheitsprüfung weist ihn dann als ungültig aus).
- Ich habe mich vertippt - Adresse oder Aktenzeichen stimmen nicht. Was kann ich tun?
- Vor dem Kauf: Auf der letzten Seite vor der Bezahlung stehen Standort, Zeitraum, Paket und - falls Sie eines angegeben haben - das Aktenzeichen noch einmal. Dort sehen Sie den Fehler und können den Bericht ohne Kosten neu zusammenstellen. Nach dem Kauf lässt sich ein ausgestellter Bericht nicht ändern und auch nicht berichtigt neu ausstellen: Jeder Bericht ist ein eigenes Dokument mit eigener Bericht-Nummer, und ein bereits weitergegebenes Dokument darf sich nicht nachträglich verändern. Der Weg ist deshalb der Widerruf innerhalb von 14 Tagen über Digistore24 als Verkäufer; der falsche Bericht wird dabei storniert und seine Nummer als ungültig ausgewiesen, und Sie erstellen den Bericht anschließend mit den richtigen Angaben neu. Schreiben Sie uns gern zusätzlich an info@wetternachweis.de mit Ihrer Bericht-Nummer, damit wir den Vorgang zuordnen können.
- Brauche ich ein Konto?
- Nein. Es gibt keine Registrierung. Sie geben Standort und Zeitraum an, sehen die kostenlose Vorschau und kaufen bei Bedarf. Der fertige Bericht steht nach der Zahlung zum Download bereit - meist in unter einer Minute; sehr umfangreiche Berichte und Radar-Tage aus dem DWD-Monatsarchiv brauchen einige Minuten; zusätzlich kommt er per E-Mail.
Formate und Zustellung
- Wie schnell erhalte ich den Bericht?
- Nach der Zahlung wird der Bericht automatisch erstellt - meist in unter einer Minute; sehr umfangreiche Berichte und Radar-Tage aus dem DWD-Monatsarchiv brauchen einige Minuten - und steht dann zum Download bereit.
- Ich habe bezahlt, aber der Bericht ist noch nicht da - was tun?
- Meist ist der Bericht in unter einer Minute nach der Zahlung fertig; sehr umfangreiche Berichte und Radar-Tage aus dem DWD-Monatsarchiv brauchen einige Minuten. Falls er noch nicht da ist: Prüfen Sie zuerst Ihren Spam- oder Werbung-Ordner, dort landet gelegentlich die Bestätigung. Bei Vorkasse - oder wenn Sie mit Klarna einen späteren Zahltermin vereinbart haben - trifft die Zahlungsbestätigung von Digistore24 erst mit Ihrer Zahlung ein; das kann mehrere Tage dauern. Sobald sie vorliegt, wird der Bericht automatisch und ohne Ihr Zutun erstellt (in der Regel innerhalb weniger Minuten). Ihren Bericht erreichen Sie außerdem erneut über den Download-Link auf der Bestellseite, solange dieser gültig ist, und mit der Bericht-Nummer können Sie unter "Prüfen" Herkunft und Eckdaten anzeigen. Meldet sich der Bericht auch nach einiger Zeit nicht, erreichen Sie uns über die Kontaktseite.
- Bekomme ich den Bericht auch per E-Mail?
- Ja. Das PDF wird Ihnen zusätzlich als Anhang per E-Mail zugeschickt (beim Profi-Paket auch die CSV). So bleibt der Bericht in Ihrem Postfach, unabhängig vom Download-Link - sofern der Anhang zugestellt wurde. Sehr große Anhänge (etwa umfangreiche Radarbilder) verschickt die E-Mail nicht mit; die Datei liegt dann stattdessen auf Ihrer Downloadseite.
- Wie lange ist der Download-Link gültig?
- 30 Tage. Der E-Mail-Anhang bleibt darüber hinaus erhalten, sofern er zugestellt wurde - sehr große Radar-Anhänge werden nicht mitgeschickt und liegen nur auf der Downloadseite. Danach können wir den Bericht auf Anfrage bis zu 3 Jahre nach dem Kauf erneut bereitstellen (E-Mail an info@wetternachweis.de mit Ihrer Bericht-Nummer).
- In welchen Formaten kommt der Bericht?
- Als PDF (alle Pakete). Das Profi-Paket enthält zusätzlich eine CSV-Datei für Excel mit der vollständigen Tagestabelle und - sofern die Station Stundenwerte liefert - den Stundenwerten der von Ihnen gewählten Elemente (Niederschlag, Temperatur, Windböen), Stunde für Stunde über alle gemessenen Stunden des Zeitraums.
- Gibt es ein Begleitschreiben zum Bericht?
- Ja. Solange der Download-Link gültig ist, können Sie auf der Bestellseite jedes bezahlten Berichts unter "Anschreiben erstellen" ein vorformuliertes Begleitschreiben abrufen - wahlweise gerichtet an Versicherung, Bauleitung / Projekt oder Behörde / Amt. Es stellt den Bericht als Wetternachweis für Standort und Zeitraum vor, lässt sich direkt im Textfeld anpassen und in die Zwischenablage kopieren oder als Textdatei herunterladen. Der Gratis-Bericht enthält kein Begleitschreiben.
Nutzung und Recht
- Ist der Bericht ein Gutachten?
- Nein. Der Bericht ist eine strukturierte Datendokumentation auf Basis amtlicher DWD-Daten, kein Sachverständigengutachten und keine Rechtsberatung. Er belegt die Wetterlage; die rechtliche Bewertung bleibt bei Ihnen und Ihren Beratern. Für strittige Gerichtsfälle kann zusätzlich ein signiertes Gutachten sinnvoll sein.
- Darf ich den Bericht weitergeben?
- Ja. Sie dürfen den Bericht an Auftraggeber, Anwalt, Versicherung oder Gericht weitergeben. Die enthaltenen DWD-Daten sind mit Quellenvermerk versehen. Das Nutzungsrecht setzt voraus, dass der Kauf nicht rückabgewickelt wird: Bei einem Widerruf mit Erstattung wird der Bericht storniert und ist kein gültiger Nachweis mehr; die Echtheitsprüfung weist ihn dann als ungültig aus, und er darf nicht weiter als Nachweis verwendet werden.
- Wie kann ich prüfen, ob ein Bericht echt und unverändert ist?
- Jeder kostenpflichtige Bericht trägt eine Bericht-Nummer, einen QR-Code und den Hinweis "Echtheit prüfen". Auf der Seite "Bericht prüfen" wählen Sie die PDF-Datei aus: Aus dem Dateiinhalt wird direkt in Ihrem Browser eine Prüfsumme (SHA-256) berechnet; nur diese Prüfsumme wird an uns übertragen und mit den bei Ausstellung gespeicherten Prüfsummen verglichen. Stimmt sie überein, ist die Datei die unveränderte Originalfassung; wurde auch nur ein einziges Zeichen geändert, schlägt die Prüfung fehl. Die Datei wird dabei nicht hochgeladen und verlässt Ihr Gerät nicht - übertragen wird allein die Prüfsumme, und der Dateiname spielt keine Rolle (verglichen wird nur der Inhalt). Wichtig: Eine reine Kopie der Datei (per USB, E-Mail-Anhang oder Cloud) bleibt identisch und wird erkannt; nur wenn die PDF über ein anderes Programm neu gespeichert oder exportiert wird, ändert sich die Datei - nutzen Sie dann bitte die ursprünglich heruntergeladene Fassung oder die Nummernprüfung. Ältere Berichte bleiben auch dann prüfbar, wenn wir die Bericht-Vorlage später aktualisieren: Jede jemals ausgestellte Fassung behält ihre gespeicherte Prüfsumme. Alternativ können Sie die Bericht-Nummer eingeben, um Herkunft und Eckdaten des Berichts anzuzeigen.
Fachbegriffe kurz erklärt
- Was sind Heizgradtage (Gradtagzahl G20/15)?
- Die Gradtagzahl G20/15 ist ein Maß dafür, wie kalt und heizintensiv ein Zeitraum war. Gezählt werden nur Tage mit einer Tagesmitteltemperatur unter der Heizgrenze von 15 Grad Celsius; für jeden dieser Tage wird die Differenz zwischen der Raumtemperatur von 20 Grad Celsius und der Tagesmitteltemperatur gebildet und aufsummiert (so berechnet und veröffentlicht der Deutsche Wetterdienst die Gradtage nach VDI 3807, Blatt 1, auch als Open Data). Ein hoher Wert steht für einen kalten, heizintensiven Zeitraum, ein niedriger für einen milden. Im Bericht werden die Werte je Monat ausgewiesen, sofern die Station die Tagesmitteltemperatur führt und der Energie-Abschnitt in der Zusammenstellung gewählt ist - beim Zweck "Energie - Heizkosten / Verbrauchsvergleich" ist er vorausgewählt, bei jedem anderen Zweck einzeln zuwählbar. Die Spalte "Zeitraum" zeigt dabei, welche Tage des Monats dokumentiert sind; die angegebenen Heiztage (die Zahl der so gezählten Tage unter der Heizgrenze) und die Gradtagzahl beziehen sich immer nur auf diese dokumentierten Tage des ausgewählten Zeitraums, nicht auf den gesamten Kalendermonat.
- Was bedeutet ein Normalwert und die Referenzperiode 1991-2020?
- Ein Normalwert ist der langjährige Durchschnitt einer Wettergröße über einen festen Zeitraum von 30 Jahren, die sogenannte Referenzperiode. Dieser 30-Jahres-Zeitraum wird von der Weltorganisation für Meteorologie empfohlen, weil er zufällige Schwankungen einzelner Jahre ausgleicht. Der Deutsche Wetterdienst verwendet aktuell die Referenzperiode 1991 bis 2020; der Vergleich Ihrer Messwerte mit dem Normalwert zeigt, ob ein Zeitraum ungewöhnlich warm, kalt, nass oder trocken war. Nicht jede Station veröffentlicht diese Mittelwerte; fehlen sie, weist der Bericht die Monatswerte ohne Vergleichsspalten aus.
- Was ist das 10-Jahres-Mittel im Bericht?
- Neben dem amtlichen Normalwert 1991-2020 kann der Bericht in der Abweichungstabelle zusätzlich das Mittel der zehn Kalenderjahre vor dem jeweiligen Monat ausweisen - in der juristischen Praxis wird neben der amtlichen Referenzperiode häufig auch mit einem solchen jüngeren Mittel argumentiert. Es wird aus den veröffentlichten Tageswerten derselben Wetterstation berechnet und ist im Bericht ausdrücklich als eigene Berechnung gekennzeichnet; es ist kein amtlich veröffentlichter Normalwert und ersetzt den amtlichen Normalwert nicht. Ausgewiesen wird es nur, wenn die Station den betreffenden Kalendermonat in allen zehn Vorjahren vollständig gemessen hat; andernfalls steht dort "k.A." - ein Mittel über weniger Jahre würde wie ein Zehnjahresmittel aussehen, ohne eines zu sein. Liefert kein einziger Monat des Zeitraums einen Wert, entfällt die Spalte ganz. Die Spalte "Abweichung vom Mittel 91-20" bezieht sich stets auf den amtlichen Normalwert, nicht auf das 10-Jahres-Mittel.
- Was bedeuten die Schlechtwettertage-Stufen A, B und C, und welche Werte gelten?
- Der Deutsche Wetterdienst stuft Kalendertage nach den gemeinsam mit der damaligen Bundesanstalt für Arbeit (heute Bundesagentur für Arbeit) entwickelten Kriterien danach ein, wie stark das Wetter die Bautätigkeit behindert: nicht behindert (-), ungünstig (C), erschwert (B) oder sehr erschwert (A). Geprüft werden mehrere Messgrößen (Lufttemperatur, 24-Stunden-Niederschlag, Niederschlag zur Arbeitszeit, Schneedeckenhöhe und Neuschnee); das jeweils ungünstigste Element bestimmt die Einstufung des ganzen Tages. Eingestuft werden Kalendertage, also auch Samstage und Sonntage; ob an einem eingestuften Tag bei Ihnen gearbeitet worden wäre, ergibt sich aus Ihrem Bauzeitenplan und nicht aus der Einstufung. Beispiele für Stufe A: Tageshöchsttemperatur unter 0 Grad Celsius bei einem Tiefstwert von -7 Grad Celsius oder darunter, ab 30 mm Tagesniederschlag oder ab 40 cm Schneedecke. Die vollständige Kriterientabelle je Stufe erläutern wir im Ratgeber-Beitrag zu Schlechtwettertagen; maßgeblich ist die amtliche Kriterien-Übersicht des DWD.
- Was ist die Windstärke in Beaufort (Bft)?
- Die Beaufort-Skala ordnet die Windstärke in 13 Stufen von 0 (Windstille) bis 12 (Orkan) ein; sie ist für die mittlere Windgeschwindigkeit tabelliert. Im Bericht steht - sofern die Station Wind misst - die stärkste Windböe eines Tages in Metern pro Sekunde, ergänzt um die Beaufort-Stufe, in deren Wertebereich dieser Böenwert fällt; misst sie keinen Wind, steht dort "k.A.". Windstärke 8 beginnt bei rund 17,2 Metern pro Sekunde (etwa 62 km/h); der DWD bezeichnet sie als stürmischen Wind und sie ist die Schwelle, ab der der Bericht einen Tag mit Sturmböen zählt. Eine amtliche Warnschwelle ist sie nicht: der DWD warnt vor Sturmböen ab 18 m/s (65 km/h). Der amtliche Begriff Sturmtag ist dagegen über das 10-Minuten-Mittel des Windes definiert und wird im Bericht deshalb nicht verwendet. Ein Sturm im engeren Sinn beginnt erst bei Windstärke 9 (ab rund 75 km/h).
- Was sind KOSTRA-Wiederkehrzeiten?
- KOSTRA-DWD-2020 ist die amtliche Starkregen-Statistik des Deutschen Wetterdienstes: Sie nennt auf einem 5-km-Raster für ganz Deutschland, welche Niederschlagsmenge je Dauerstufe statistisch im Mittel nur alle 1, 2, 3, 5, 10, 20, 30, 50 oder 100 Jahre erreicht oder überschritten wird. Daraus zeigt der Bericht einen Auszug für die Rasterzelle Ihrer Adresse: fünf Dauerstufen von 15 Minuten bis 72 Stunden und die Wiederkehrzeiten 1, 5, 10, 20, 50 und 100 Jahre. Er nennt dazu die Zellkoordinaten, sodass die Werte an der amtlichen Quelle nachprüfbar sind. Ab dem Basis-Paket ist die Tabelle bei den Zwecken "Starkregen / Überschwemmung", "Bau (VOB/B § 6)" und "Allgemein" vorausgewählt; bei anderen Zwecken (z. B. Sturm oder Glätte) nicht, weil Regen-Wiederkehrzeiten die dortige Frage in der Regel nicht beantworten. In der Zusammenstellung lässt sie sich für jeden Zweck einzeln zu- oder abwählen. Wichtig zur Einordnung: Das sind statistische Bemessungswerte zur Einordnung eines gemessenen Regens ("wie selten ist so viel Regen hier?"), keine Messwerte des Ereignisses selbst.
Offizielle Quelle: Deutscher Wetterdienst - Gradtage
Offizielle Quelle: Deutscher Wetterdienst - Normalwerte
Ratgeber: Schlechtwettertage erklärt
Offizielle Quelle: Deutscher Wetterdienst - Schlechtwettertage
Offizielle Quelle: Deutscher Wetterdienst - Beaufort-Skala
Ratgeber: Wiederkehrzeiten erklärt
Offizielle Quelle: Deutscher Wetterdienst - KOSTRA-DWD-2020
Noch Fragen?
Bei inhaltlichen Fragen zum Bericht erreichen Sie uns per E-Mail an info@wetternachweis.de. Bei Fragen zu Kauf, Rechnung oder Widerruf wenden Sie sich bitte an Digistore24.
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