Methodik: So entsteht der Wetternachweis
Woher die Daten stammen, wie die nächstgelegene Wetterstation ausgewählt wird, wie die Schlechtwettertage-Einstufung zustande kommt und wie sich jeder Bericht nachträglich auf Echtheit prüfen lässt. Grundlage sind ausschließlich amtliche, frei veröffentlichte Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD).
Stand: August 2026
Woher die Daten stammen
Der Bericht nutzt ausschließlich amtliche Open Data des Deutschen Wetterdienstes (DWD):
- Tägliche Klimamesswerte der DWD-Stationen: Niederschlag, Lufttemperatur (Höchst- und Tiefstwert), Wind, Schneehöhe und weitere Größen.
- Schlechtwettertage-Einstufung (A/B/C), soweit die Station sie für den jeweiligen Tag veröffentlicht.
- Normalwerte 1991-2020 (langjähriges Mittel) für den Vergleich mit dem gemessenen Zeitraum, soweit die Station sie führt. Der DWD veröffentlicht sie nicht für jede Station - Frost-Mittelwerte deutlich seltener als Temperatur und Niederschlag.
- 1-km-Radardaten (RADOLAN, Produkt RW) für die optionale Radar-Detailauswertung (1-km-Rasterzelle der Adresse).
- Statistische Starkregen-Bemessungswerte (KOSTRA-DWD-2020) - ab dem Basis-Paket; bei den Zwecken Starkregen, Bau (VOB) und Allgemein vorausgewählt und in der Zusammenstellung für jeden Zweck einzeln zu- oder abwählbar - für die Einordnung, welche Niederschlagshöhe je Dauerstufe statistisch nur alle 1 bis 100 Jahre erreicht wird.
- Monatliche 1-km-Raster für Bodenfeuchte und Globalstrahlung - nur wenn die jeweilige Zusatzauswertung gewählt wurde. Beides sind Rasterwerte für die 1-km-Zelle der Adresse, keine Stationsmessungen.
Räumliche Auflösung je Datenquelle
Jede Quelle hat eine eigene räumliche Auflösung - der Bericht nennt sie zu jedem Abschnitt und in der jeweiligen Quellenangabe, denn eine Stationsmessung, eine 1-km-Radarzelle und ein 5-km-Statistikraster sind drei verschiedene Aussagen:
| Datenquelle | Räumliche Auflösung | Werttyp |
|---|---|---|
| Stationsmesswerte (täglich/stündlich) | Punktmessung am Stationsstandort; Entfernung zur Adresse wird genannt | Messwert |
| Radar (RADOLAN RW) | 1 km x 1 km Rasterzelle, an Bodenstationen angeeicht | radarbasierter Schätzwert |
| KOSTRA-DWD-2020 | 5 km x 5 km Rasterzelle (rund 25 km²), Bezugszeitraum 1951-2020 | statistischer Kennwert |
| Vieljährige Stations-Mittel 1991-2020 (Normalwerte) | Stationsbezogen (je Monat ein Mittelwert); die beiden Raster-Zusatzauswertungen nutzen als Vergleich stattdessen vieljährige 1-km-Rastermittel, soweit der DWD sie veröffentlicht | statistischer Kennwert |
| Bodenfeuchte-Raster (Zusatzauswertung) | 1 km x 1 km Rasterzelle, Monatswert, aus dem DWD-Modell AMBAV interpoliert | modellierter Schätzwert |
| Globalstrahlungs-Raster (Zusatzauswertung) | 1 km x 1 km Rasterzelle, Monatssumme auf die horizontale Ebene | flächenbezogener Schätzwert |
Die DWD-Daten stehen unter der Lizenz CC BY 4.0; die kommerzielle Weiterverwendung ist frei und nur an einen sichtbaren Quellenvermerk gebunden. Die Adresssuche nutzt Geodaten von OpenStreetMap-Mitwirkenden (ODbL).
Wie die nächstgelegene Station gewählt wird
Aus der Adresse werden die Koordinaten bestimmt (gelingt nur eine ungefähre Zuordnung, etwa über den Ortsmittelpunkt, kennzeichnet der Bericht den Standort entsprechend als ungefähr); von dort wird die Entfernung zu den DWD-Stationen als Luftlinie berechnet. Geprüft werden die nächstgelegenen Stationen im Umkreis von bis zu 50 km; verwendet wird die nächste davon, deren Datenabdeckung im gewählten Zeitraum ausreicht - nämlich für mindestens 80 % der Tage mit einem Kernmesswert (Niederschlag oder Temperatur). Haben Sie in der Vorschau selbst eine Station gewählt, wird diese zuerst geprüft und verwendet, sofern ihre Abdeckung ausreicht. Findet sich keine Station mit ausreichender Abdeckung, wird der Bericht ehrlich verweigert, statt Lücken zu verbergen. Name, Entfernung und Abdeckung der verwendeten Station stehen transparent im Bericht.
Der Basis-Bericht stellt zusätzlich eine nahe Vergleichsstation daneben, der Profi-Bericht bis zu drei - sofern geeignete Stationen im Umkreis verfügbar sind. Im Profi-Bericht können einzelne fehlende Tage der Hauptstation aus einer geeigneten Nachbarstation ergänzt werden - nur aus einer Station, die den Tag tatsächlich gemessen hat, im Umkreis von 30 km und mit höchstens 300 m Höhenunterschied (wählen Sie die Nachbarstation selbst, gilt die Entfernungsgrenze weiterhin, die Höhengrenze nicht). Die Temperatur wird in der Voreinstellung mit der Standard-Höhenkorrektur (0,65 K je 100 m) an die Höhenlage der Hauptstation angenähert - auf Wunsch stattdessen unverändert übernommen, was der Bericht dann ausdrücklich vermerkt -, der Niederschlag wird unverändert übernommen. Ergänzte Tage sind in der Tagestabelle mit "*" markiert (in verdichteten Tabellenformen, soweit der Tag dort eine eigene Zeile hat) und tragen in der Spalte Quelle "ergänzt", sofern der Tag keine A/B/C-Einstufung trägt; unter der Tabelle sind sie in jedem Fall vollständig aufgeführt - mit Nachbarstation, Entfernung, Höhendifferenz und - bei Höhenkorrektur - der angewandten Temperaturkorrektur. Ergänzte Werte fließen nicht in die Kennzahlen, die Grafiken und die Messwert-Abdeckung dieses Berichts ein; sie dienen allein der lückenlosen Tagesdokumentation. Trägt ein ergänzter Tag dennoch eine A/B/C-Einstufung, beruht diese auf der amtlichen DWD-Einstufung oder auf tatsächlich gemessenen Werten (etwa der Schneehöhe) und nie auf den ergänzten Werten; solche Tage zählen deshalb in der A/B/C-Tagesbilanz mit. Lässt sich kein geeigneter Spender finden, bleibt der Tag als "k.A." offen - es werden keine Werte erfunden.
Die Schlechtwettertage-Einstufung (A/B/C)
Die Einstufung wurde vom DWD gemeinsam mit der damaligen Bundesanstalt für Arbeit (heute Bundesagentur für Arbeit) entwickelt. Sie ordnet jedem Tag zu, wie stark Bauarbeiten witterungsbedingt erschwert waren: A = sehr erschwert, B = erschwert, C = ungünstig. Geprüft werden Lufttemperatur, 24-stündiger Niederschlag, Niederschlag von 7 bis 14 Uhr MEZ, Schneedecke und Neuschnee; der jeweils ungünstigste Wert bestimmt die Stufe.
Die amtliche Einstufung liegt nicht ganzjährig für jede Station vor: Die meisten Stationen stufen überwiegend die wärmeren Monate ein, einzelne Stationen dagegen ganzjährig; zusätzlich bleiben einzelne Tage mangels Eingangsdaten ohne amtliche Einstufung. Wo für Ihren Standort und Zeitraum eine amtliche Einstufung vorliegt, wird sie genutzt; wo sie fehlt - im Winter an vielen Stationen -, greift die eigene Berechnung nach den amtlichen Kriterien, sofern Sie sie vor dem Kauf nicht abgewählt haben (ohne sie bleiben solche Tage ohne A/B/C-Wertung). Je Tag zeigt der Bericht höchstens eine Einstufung - die amtliche wird bevorzugt.
Eigene Berechnung nach den amtlichen Kriterien
Für Tage ohne amtliche Einstufung berechnen wir die Einstufung selbst - mit den amtlichen DWD-Schwellenwerten (SWT-Kriterien), angewandt auf die Tagesmesswerte. Jeder so berechnete Tag ist im Bericht klar als "eigene Berechnung nach amtlichen DWD-Kriterien" gekennzeichnet und niemals mit der amtlichen Einstufung vermischt.
- Lufttemperatur: aus derselben Messgröße wie die amtliche Tabelle (täglicher Höchst- und Tiefstwert).
- 24-stündiger Niederschlag: aus der Tagessumme.
- Schneedeckenhöhe: aus derselben Messgröße wie die amtliche Tabelle (7-Uhr-Wert).
- Neuschnee: als Näherung über die Zunahme der Schneedecke (unterschätzt, wenn frischer Schnee am selben Tag schmilzt oder sich setzt; Verwehungen können den Näherungswert im Einzelfall auch erhöhen - der Bericht kennzeichnet die Näherung).
Das Stundenkriterium (Niederschlagsdauer und -höhe von 7 bis 14 Uhr MEZ) ist aus Tageswerten nicht bestimmbar und bleibt unberücksichtigt. Insoweit ist die eigene Berechnung konservativ: Tage, die nur dieses Kriterium eingestuft hätte, können fehlen; aus ihm werden keine zusätzlichen Tage ausgewiesen. Die eigene Berechnung bildet die veröffentlichte Kriterientabelle ab; in seltenen Einzelfällen wendet der DWD darüber hinausgehende Verfahren an. Verbindlich bleibt allein die amtliche Einstufung und Kriterientabelle des DWD.
Abweichung vom langjährigen Mittel (1991-2020)
Zusätzlich stellt der Bericht die gemessenen Werte den langjährigen Normalwerten 1991-2020 des DWD gegenüber, sofern die Station diese Mittelwerte führt; andernfalls weist er die Monatswerte ohne Vergleichsspalten aus. Der Vergleich mit dem langjährigen Mittel ist im Baurecht der übliche Bezugspunkt: Beurteilt wird regelmäßig, in welchem Umfang die Witterung das nach den langjährigen Verhältnissen erwartbare Maß überschritten hat; einen festen Schwellenwert gibt es dafür nicht, die Bewertung bleibt eine Frage des Einzelfalls. Mehr dazu im Beitrag Bauzeitverlängerung nach VOB/B § 6.
Warum 1991-2020? Der DWD veröffentlicht 1991-2020 als seine amtliche Referenzperiode und stellt die zugehörigen vieljährigen Mittelwerte als offene Daten bereit. Wir beziehen jede ausgewiesene Abweichung auf sie, weil jeder Dritte denselben Wert aus derselben offenen Quelle nachrechnen kann - das ist der Sinn einer Dokumentation.
In der juristischen Praxis wird daneben auch mit dem Mittel der letzten zehn Jahre argumentiert, das die jüngere Entwicklung stärker abbildet. Ein solches Mittel ist kein amtlich veröffentlichter Normalwert, sondern eine aus den Stationsreihen selbst gebildete Größe. Wo ein Bericht es zusätzlich ausweist, ist es genau so gekennzeichnet und ersetzt den amtlichen Normalwert nicht. Welche Grundlage in Ihrem Fall herangezogen wird, entscheiden wir nicht - der Bericht nennt darum bei jeder Abweichung ausdrücklich, auf welche Periode sie sich bezieht, sodass eine abweichende Betrachtung darauf aufsetzen kann.
Radar-Detailauswertung (Zusatzoption)
Als kostenpflichtige Zusatzoption wertet die Radar-Detailauswertung die amtlichen 1-km-Radardaten des DWD (RADOLAN, Produkt RW) für bis zu 3 selbst gewählte Radar-Detailtage (im Profi-Bericht bis zu 5) für die 1-km-Rasterzelle der Adresse aus - stündlich, mit Radarbild und, sofern die nächste Station für den Tag Stundenwerte liefert, dem Vergleich zu dieser Station. Diese automatisierte Radar-Auswertung deckt den gesamten Zeitraum ab, für den der Deutsche Wetterdienst seine stündlichen Radar-Niederschlagsdaten (RADOLAN RW) veröffentlicht: ab Juni 2005 bis vorgestern. Tage der letzten rund 18 Monate stammen aus den einzeln abrufbaren Stundendateien des DWD, ältere Tage aus dessen Monatsarchiven; für Tage aus dem Archiv dauert die Erstellung des Berichts entsprechend länger. Der jüngste Jahrgang kann kurzzeitig nicht abrufbar sein, solange der DWD ihn in sein Archiv überführt. Ist ein gewählter Tag nicht abrufbar, kommt dafür kein Kauf zustande. Der Radarwert ist eine flächenbezogene Schätzung für diese Rasterzelle, keine Punktmessung am Grundstück; die Auswertung ist ebenfalls kein Sachverständigengutachten.
Bodenfeuchte und Globalstrahlung je Monat (Zusatzauswertungen)
Zwei weitere Zusatzauswertungen - im Profi-Bericht ohne Aufpreis wählbar - werten die monatlichen 1-km-Raster des DWD für die Rasterzelle der Adresse aus: die Bodenfeuchte in Prozent pflanzenverfügbares Wasser (% nFK, Monatsmittel unter Gras in 60 cm Tiefe, aus dem DWD-Modell AMBAV interpoliert) und die Globalstrahlung als Monatssumme auf die horizontale Ebene. Beide Werte sind flächenbezogene Schätzwerte für eine 1 km x 1 km große Zelle und ausdrücklich keine Messung am Grundstück. Der Bericht nennt zu jedem Wert die Rasterzelle und den Rasterursprung, sodass er an der amtlichen Quelle nachprüfbar bleibt; Monate ohne Rasterwert stehen als "k.A." und nie als Null.
Heizgradtage je Monat (Zusatzauswertung)
Eine dritte Zusatzauswertung rechnet nicht mit Rasterdaten, sondern aus den Tagesmitteltemperaturen der Station: die Heizgradtage (Gradtagzahl G20/15). Gezählt werden nur Tage mit einer Tagesmitteltemperatur unter der Heizgrenze von 15 Grad Celsius; für jeden dieser Tage wird die Differenz zur Raumtemperatur von 20 Grad Celsius gebildet und aufsummiert. Der Bericht kann die Werte je Monat und als Summe ausweisen, sofern die Station die Tagesmitteltemperatur führt; er bezieht sie immer nur auf die dokumentierten Tage des gewählten Zeitraums. Beim Zweck Energie ist dieser Abschnitt vorausgewählt, bei jedem anderen Zweck lässt er sich in der Zusammenstellung einzeln zuwählen.
Prüfung und Integrität
Jeder bezahlte Bericht erhält eine Prüfsumme (SHA-256) über die PDF-Datei sowie eine Bericht-Nummer und einen QR-Code. Über die Seite Bericht prüfen lässt sich die PDF-Datei auswählen (die Prüfsumme wird im Browser berechnet und nur sie zum Abgleich an uns übertragen; die Datei wird nicht hochgeladen) oder die Bericht-Nummer eingeben. So sind Herkunft und Unverändertheit der Datei nachvollziehbar. Die Prüfsumme wird über die Datei selbst gebildet: Sie belegt, dass die PDF-Datei unverändert ist. Wird die Datei neu exportiert, gedruckt-und-gescannt oder anderweitig neu geschrieben, ändert sich die Prüfsumme - der Bericht bleibt dann über seine Bericht-Nummer prüfbar. Vorschau- und Gratis-Berichte tragen keine Prüfnummer.
Was ein Dritter nachprüfen kann
Eine Dokumentation ist nur so viel wert wie die Möglichkeit, sie nachzurechnen. Jeder Bericht führt deshalb die benutzten Datensätze in der Zitierform des DWD auf - mit Datensatzversion, Abrufdatum, der amtlichen Datensatz-ID und dem konkreten Verzeichnis beim DWD, aus dem die Datei stammt -, nennt die Messfenster im Wortlaut des DWD, sofern die DWD-Metadaten für Station und Zeitraum vorliegen, und zählt seine Seiten. Damit kann die Gegenseite, ein Sachverständiger oder ein Gericht dieselben Rohdaten beim DWD selbst herunterladen und die Werte nachvollziehen, ohne uns zu fragen.
Die folgenden Zeilen stammen unverändert aus einem am 26. Juli 2026 erzeugten Musterbericht (Station Berlin-Tempelhof, Januar 2026) - mit einer Ausnahme, die eigens gekennzeichnet ist: die Ortszeit-Zeilen unter den beiden Messfenstern rechnet diese Seite mit derselben Funktion aus wie der Bericht, damit sie nicht hinter ihm zurückbleiben können.
Drei Dinge macht das prüfbar. Die Quellenangabe benennt den konkreten DWD-Datensatz samt Version, Datensatz-ID und Verzeichnis - ein Prüfer muss die Datei nicht suchen, sondern kann genau den genannten Ordner beim DWD öffnen. Der Tagesbezug beantwortet die Frage, die bei einem Ereignis um Mitternacht über die Zuordnung entscheidet: Ein DWD-Tageswert für Niederschlag umfasst im Beispiel oben nicht 0 bis 24 Uhr, sondern 6 bis 6 Uhr UTC des Folgetags - in deutscher Ortszeit also 07:00 bis 07:00 (Folgetag). Wer das nicht weiß, ordnet ein Ereignis dem falschen Kalendertag zu. Die Seitenzählung ("Seite 17 von 17") zeigt jedem Empfänger, ob er den vollständigen Bericht vor sich hat.
Zwei Einschränkungen gehören dazu: Für die jüngeren Monate hat der DWD oft erst formale oder automatische Prüfungen abgeschlossen - solche Tage kennzeichnet der Bericht als vorläufige DWD-Qualitätsstufe, weil sich die Werte bei der endgültigen Qualitätsprüfung des DWD noch geringfügig ändern können. Und die Bericht-Nummer samt Prüfsumme tragen nur bezahlte Berichte; Vorschau und Gratis-Bericht enthalten sie nicht (siehe Bericht prüfen). Quellenangaben und Seitenzählung sind dagegen in jedem Bericht enthalten - auch im kostenlosen; den Tagesbezug weist der Bericht aus, sofern die DWD-Metadaten für Station und Zeitraum vorliegen.
Was der Bericht ist - und was nicht
Ist: eine strukturierte Datendokumentation auf Basis amtlicher DWD-Daten für Standort und Zeitraum; eine nachvollziehbare Anlage, etwa für eine Behinderungsanzeige, eine Schadenmeldung oder einen Ausfallnachweis.
Deckt nicht ab: Blitzeinschläge, Hagel, Nebel und Glätte sind nicht Teil der täglichen Klimadaten, auf denen dieser Bericht beruht (Nebel, Glätte und Hagel führt der DWD an einem Teil der Stationen als tägliche Beobachtungsmerkmale, vielerorts eingestellt); dieser Bericht wertet sie nicht aus und kann sie weder belegen noch ausschließen. Er dokumentiert in diesen Fällen die begleitende Wetterlage (etwa Starkregen bis zu den amtlichen Warnschwellen und die stärksten Windböen des Tages), was als Indiz neben Fotos und weiteren Nachweisen stehen kann. Für Hagel ist auch die Radar-Detailauswertung nicht geeignet.
Ist nicht: kein Sachverständigengutachten und kein von einem Meteorologen signiertes Gutachten; keine Rechtsberatung und keine Aussage darüber, ob ein Anspruch besteht; keine amtliche Bestätigung und keine Beglaubigung; keine Wettervorhersage (ausschließlich vergangene, gemessene Daten). Welche Optionen es sonst gibt, erklärt der Beitrag Wettergutachten oder Wetternachweis.
Häufige Fragen zur Methodik
Woher stammen die Wetterdaten?
Ausschließlich vom Deutschen Wetterdienst (DWD) als frei veröffentlichte Open Data: tägliche Klimamesswerte (Niederschlag, Temperatur, Wind, Schnee, Bodenfrost), stündliche Messwerte für die stundengenaue Auswertung, die Schlechtwettertage-Einstufung, die Normalwerte 1991-2020, die statistischen Starkregen-Bemessungswerte KOSTRA-DWD-2020, die monatlichen 1-km-Raster für Bodenfeuchte und Globalstrahlung und - für die Radar-Detailauswertung - die 1-km-Radardaten (RADOLAN). Lizenz: CC BY 4.0.
Was bedeutet die Schlechtwettertage-Einstufung A, B und C?
Es ist die vom DWD gemeinsam mit der damaligen Bundesanstalt für Arbeit (heute Bundesagentur für Arbeit) entwickelte Einstufung, wie stark Bauarbeiten an einem Tag witterungsbedingt erschwert waren: A = sehr erschwert, B = erschwert, C = ungünstig. Geprüft werden Lufttemperatur, 24-stündiger Niederschlag, Niederschlag von 7 bis 14 Uhr MEZ, Schneedecke und Neuschnee; der jeweils ungünstigste Wert bestimmt die Stufe.
Ist der Bericht ein Gutachten?
Nein. Der Bericht ist eine Datendokumentation auf Basis amtlicher DWD-Daten - kein Sachverständigengutachten, keine amtliche Bestätigung und keine Rechtsberatung. Er dient als nachvollziehbare Anlage, etwa zu einer Behinderungsanzeige oder einer Schadenmeldung.
Wetternachweis für Ihren Standort
Amtliche DWD-Daten für Standort und Zeitraum, mit Einstufung nach den offiziellen Kriterien und - sofern die Station die Mittelwerte führt - dem Normalwert-Vergleich. Als PDF nach der Zahlung meist in unter einer Minute; sehr umfangreiche Berichte und Radar-Tage aus dem DWD-Monatsarchiv brauchen einige Minuten. Vorschau kostenlos.
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